Protokoll der Finanzausschusssitzung vom 26.09.2013

Aus dem Protokoll der öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses
vom 26. September 2013
Beginn 20.00 Uhr
Ende: 22.30 Uhr

TAGESORDNUNG:
1. Fortführung der Beratung zur Konsolidierung
Ergänzungen:
a) Beratung über das weitere Vorgehen hinsichtlich der Straßenbeleuchtungssituation in Wehretal
b) Mögliche Veränderungen bei der Betriebsführung im Bereich der Wasserversorgung der Gemeinde Wehretal
c) Offene Punkte im Rahmen der Konsolidierungsberatungen auf der Grundlage der Sitzung der Gemeindevertretung vom 14.12.2012
d) Beratung der Kostenanalyse hinsichtlich der Betriebskosten gemeindlicher Immobilien / Überweisung der Gemeindevertretung vom 26.08.2013

2. Anfragen und Anregungen

TAGESORDNUNGSPUNKT 1:
Fortführung der Beratung zur Konsolidierung
a) Beratung über das weitere Vorgehen hinsichtlich der Straßenbeleuchtungssituation in Wehretal
Der Bürgermeister geht zunächst noch einmal auf die bereits umgesetzten Sparmaßnahmen in Bezug auf die Straßenbeleuchtung in Wehretal ein. Er verweist darauf, dass der Kilowattstunden-Verbrauch in den letzten Jahren eindeutig rückläufig ist. In Bezug auf die Sparmaßnahmen erläutert er, in welcher Hinsicht diese stattgefunden haben und geht dabei nochmals auf den Austausch von den Straßenbeleuchtungseinheiten durch LED-Beleuchtung und Dimmer-Einrichtung im OT Langenhain ein.
Er begrüßt die anwesenden Vertreter der Stadtwerke Eschwege, an ihrer Spitze Herr Lecke und bittet ihn, um eine Stellungnahme zu den verschiedenen erweiterten Einsparmöglichkeiten aus Sicht der
Stadtwerke Eschwege.
Herr Lecke verweist zunächst darauf, dass die Gemeinde Wehretal, als eine der ersten Kommunen im Werra-Meißner-Kreis überhaupt, eine Umrüstung von den Straßenbeleuchtungseinheiten auf LED-
Beleuchtung vorgenommen hat, dies sei vorbildlich. Nach seiner Einschätzung wird sich der Verbrauch der Straßenbeleuchtung bei unveränderter Situation auf ca. 265.000 Kilowattstunden einpendeln.
Zu weiteren Einsparpositionen nimmt er wie folgt Stellung:
Abschalten von einzelnen Beleuchtungseinheiten, hinsichtlich der Frage, ob es möglich ist, jede zweite Laterne in einem Straßenzug abzuschalten, erscheint dies aus technischer Sicht durchaus möglich.
Allerdings muss beachtet werden, dass dabei sogenannte Hell-/Dunkeleffekte entstehen, die eine sicherheitsrelevante
Bedeutung haben. Inwieweit eine solche Einführung aus rechtlicher Sicht Bestand hat, müsste mit einer entsprechenden Fachkraft diskutiert werden. Allgemein gültig kann gesagt werden, dass nur die Positionen:
– absolutes Abschalten der Straßenbeleuchtung
– Betreiben der Straßenbeleuchtung nach DIN-Norm rechtlich unbedenklich sind.
Die Kosten für eine solche Schaltung von einzelnen Lampen würden einen Aufwand von ca. 30.000 EUR hervorrufen.
Eine Abschaltphase während der Nachtzeiten (beispielsweise zwischen 1.00 und 4.00 Uhr/ 3 Std.) würde eine Ersparnis von ca. 16.000 EUR für die Gemeinde Wehretal im Jahr bedeuten, somit ein
Betrag von 4.786 EUR pro Stunde auf gesamt Wehretal bezogen. Herr Lecke weist in diesem Zusammenhang auf infrastrukturelle und sicherheitsbedingte Empfindungen hin, die nicht finanziell messbar
sind, die bei soichen Entscheidungen eine wesentliche Rolle spielen müssen.
Auf eine weitere Frage hinsichtlich der feineren Abstimmun für die Ausschltun der Straßenbeleuchtung, gab Herr Lecke folgende Auskunft: Das jetzige eingerichtete lichtabhängige Ein- und
Ausschaltmodul sei auf dem Stand der Technik. Mit einer weiteren Ausrüstung sei dieser Ein- und Ausschaltzeitraum um maximal 10 min. zu präzisieren. Inwieweit die Aufrüstungskosten in einer
wirtschaftlichen Relation zu den Einspareffekten stehen, müsste genau geprüft werden. Allerdings sei eine Wirtschaftlichkeit nicht wahrscheinlich.
Das Thema, des Leuchtens der Straßenbeleuchtung am Tage bei Reparaturarbeiten, wurde wie folgt erörtert. Bisher war es so, dass für einen Reparaturdurchgang, das Licht eingeschaltet wurde, um die
Straßenleuchten zu erkennen, die defekt sind. Dies wurde bisher nicht unterteilt in verschiedene Bereiche, sodass die gesamte Straßenbeleuchtung für einen kurzen Zeitraum eingeschaltet wurde. Zwischenzeitlich wird angestrebt, dass nur bestimmte Straßenzüge für eine Überprüfung eingeschaltet werden, so dass auch hier unnötige Brennzeiten vermieden werden.
Zum Thema Nachtstrom, vergünstigte Strombezugspreise, sagt Herr Lecke das dies z. Zt. nicht möglich sei und er verweist darauf, dass im Zuge der Umsetzung, der Einführung erneuerbarer Energien, u. U. wieder mit einem solchen Modell zu rechnen sei.
Auf die Frage hin, ob aus Sicht der Stadtwerke weitere Vorschläge für Einsparmöglichkeiten, in Hinsicht auf die Straßenbeleuchtung in Wehretal gegeben sind, verneinte er dies mit dem Hinweis, alle
Sparmaßnahmen müssen nach einer angemessenen Amortisationszeit auch wirtschaftlich sein.
Beispiel: Der weitere Umbau auf LED ist nur dann sinnvoll, wenn ein Austausch der Straßenlaternen aus Altersgründen o.ä. Defekten ohnehin notwendig ist.
Der Einspareffekt beim Austausch von stehender Straßenbeleuchtung, die nicht defekt ist gegenüber LED-Beleuchtung, ist zu gering.
Nachdem keine weiteren Fragen an die Vertreter der Stadtwerke gerichtet wurden, macht der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses den nachfolgenden Beschlussvorschlag.

Beschlussvorschlag:
Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses haben durch den Vortrag der Stadtwerke weitere wichtige entscheidungsrelevante Erkenntnisse gewonnen. Diese Erkenntnisse werden in
den Fraktionssitzungen nun abschließend beraten. Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Gemeindevertretung auf dieser Grundlage abschließend zu entscheiden, ob eine Abschaltung
der Straßenbeleuchtung überhaupt stattfinden soll und wenn ja, in welchem Umfang.
Abstimmungsergebnis: einstimmig

b) Übernahme der Betriebsführung im Bereich der Wasserversorgung durch die Stadtwerke Eschwege

Der Bürgermeister erläutert zunächst, wie es zu dem Angebot der Stadtwerke hinsichtlich der Betriebsführung der Wasserversorgung gekommen ist. Er verweist darauf, dass im Rahmen der Betriebsführung des Meißner-Verbandswasserwerkes vor 3 Jahren Überlegungen stattgefunden haben, ob ein Zusammenschluss in diesem Rahmen sinnvoll wäre. Da diese Überlegungen zwischenzeitlich nicht mehr weiterverfolgt werden, wurde das Thema durch die Stadtwerke Eschwege aufgegriffen und ein entsprechendes Angebot der Gemeinde Wehretal unterbreitet. Der Geschäftsführer Herr Lecke geht nun auf das von ihm unterbreitete Angebot ein und erläutert es im Detail. Herr Lecke verweist darauf,
dass die Stadtwerke bereits Betriebsführungsverträge mit der Gemeinde Berkatal, der Gemeinde Weißenborn und dem Verbandswasserwerk haben. Mit einer weiteren Gemeinde laufen ebenfalls Verhandlungen.
Er kristallisiert die wesentlichen Vorteile einer Betriebsführung heraus, indem er darauf hinweist, dass der eingeführte Betrieb der Stadtwerke aufgrund seiner Größe wesentlich leistungsfähiger sein würde als dies im Rahmen einer Wasserversorgungseinheit mit 2 Mitarbeitern zu realisieren ist. Insbesondere sind hier der Aspekt der Auslastung der Mitarbeiter und damit die Effektivität zu
beurteilen. Dies zeigt sich z. B. in der zur Verfügungstellung von Rufbereitschaften.
Zu den Personalbeschäftigungsverhältnissen fasst Herr Lecke Folgendes zusammen:
Bei den Stadtwerken Eschwege GmbH handelt es sich nicht um einen Arbeitgeber des Öffentlichen Dienstes. Die Mitarbeiter. die von den Stadtwerken übernommen würden, hätten aber keinerlei finanzielle Einbußen zu befürchten. Insbesondere würden die Altersversorgungsansprüche 1:1 weiter geleistet.
Die Mitarbeiter würden, soweit man sich einigt, beide unbefristet und ohne weitere Auflagen mit mindestens den bestehenden Entgeltgruppen, übernommen. Herr Lecke verweist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf, dass bei den Stadtwerken Eschwege ein äußerst gutes Betriebsklima herrscht. So sei in den letzten 25 Jahren lediglich zu zwei verhaltensbedingten Vertragsbeendigungen gekommen. Diese waren allerdings ausschließlich im Verhalten der Bediensteten begründet.
Die Betätigung der beiden Personen wird vordringlich im Wassernetz der Gemeinde Wehretal stattfinden, da hier umfangreiche Erfahrungen genutzt werden können. Herr Lecke erläutert den Antrieb der Stadtwerke hinsichtlich des Interesses einer Übernahme von Personal damit, dass altersbedingtes Ausscheiden einen Personalersatz bzw. eine Ausweitung bei den Stadtwerken erforderlich macht. Da hier eine Person ausscheidet, ist damit der Bedarf für ebenfalls eine Person, unabhängig von der vertraglichen Gestaltung mit der Gemeinde Wehretal, langfristig gesichert.
Selbstverständlich ist der Abschluss von weiteren Betriebsführungsverträgen mit Gemeinden die Grundlage für eine hohe Arbeitsplatzsicherheit aller Bediensteten. Die Vertragsgestaltung an sich sollte mindestens eine Laufzeit von zunächst 18 Monaten haben, dies sei aber verhandelbar. Der Materialbestand der Gemeinde Wehretat würde komplett übernommen. Geräte, die zur Wasserversorgung gehören und im Eigentum der Gemeinde Wehretal stehen, müssten zunächst gesichtet werden und auf deren Werthaltigkeit hin bestimmt werden, inwiefern eine Übernahme sinnvoll ist. Der Betriebsführungsvertrag insgesamt sieht allerdings vor, dass nach der Übernahme der Betriebsführung durch die Stadtwerke Eschwege, keinerlei Leistungen mehr durch die Gemeinde Wehretal in Hinsicht auf die Wasserversorgung darzustellen sind. Herr Lecke macht deutlich, dass die Gemeinde Wehretal allerdings nach wie vor Eigentümer des Wassernetzes bleibt und auch volle Einflussnahmemöglichkeiten bei der Vergabe von Aufträgen hat. Das mit Zahlen unterlegte Angebot, welches die Stadtwerke im Rahmen dieser Sitzung, vorlegt, bezieht sich auf eine Grundkalkulation für die Betriebsführung
in einem Geschäftsjahr. Gewisse Leistungen können naturgemäß nicht in dieser Pauschalsumme enthalten sein, da sie auf die Belange der Gemeinde bzw. auch auf besondere Erfordernisse abgestellt werden müssen.
Hinsichtlich einiger Fragen aus dem Ausschuss beantwortet Herr Lecke diese wie folgt:
Eine Überwachung der Wasserversorgung und damit der Anschluss von Hochbehältern an das Wasserüberwachungssystem der Stadtwerke seien mit überschaubaren Kosten verbunden, da der Großteil der Anlagen bereits im Verbund mit dem Netz der Stadtwerke steht. Lediglich die Wasserversorgung in Langenhain und der Hochbehälter Hoheneiche müssten noch mit entsprechenden Überwachungseinheiten versehen werden.
Der Bürgermeister verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass im Rahmen des abgebildeten Gebührenhaushaltes im Haushalt der Gemeinde Wehretal die Kosten für die Betriebsführung ersehen werden können. Selbstverständlich bleiben Kosten, die für einmalige Ereignisse wie z.B. die Reparatur von Wasserrohrbrüchen nach gesonderter Rechnung bei der Gemeinde. Dies ist jetzt aber im bestehenden Verhältnis genauso. Herr Lecke äußert hinsichtlich der Frage eines Zeitfensters für den Abschluss eines solchen Betriebsführungsvertrages einen Zeitraum zwischen einem halben Jahr und einem dreiviertel Jahr maximal. Hinsichtlich der Personalübernahme wird sicherlich eine Absicherung zu vereinbaren sein, was in dem Falle einer Kündigung des Vertrages und damit einer Rücküberführung der Wasserversorgungsbetriebsführung an die Gemeinde Wehretal zu unternehmen ist.
Einige Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses äußern im Nachgang zu den Ausführungen von Herrn Lecke ihre Auffassung dahin gehend, dass im Rahmen der Beratungen über eine solche Entscheidung, der Wunsch der Mitarbeiter der Gemeinde Wehretal eine zu beachtende Größe sein muss.
Der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses fasst daraufhin zusammen, dass dieser Tagesordnungspunkt ähnlich wie andere im Rahmen der Prüfung von weiteren Konsolidierungsmaßnahmen in den Geschäftsgang eingeschlossen ist. Die Gemeindevertretung wird sich nun erstmalig mit diesem Vorschlag befassen müssen und dann einen entsprechenden Auftrag wiederum an den Finanzausschuss bzw. die Gemeindeverwaltung richten, um weitere Beratungsgrundlagen zu erhalten.

c) Offene Punkte aus der Sitzung der Gemeindevertretung vom 14.12.2012

Der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses verweist hinsichtlich des Beratungspunktes „Weiteres Vorgehen Jugendförderung in Wehretal“, auf die Entscheidung der Gemeindevertretung, indem sie diesen Punkt zur Beratung an den Kultur- u. Sozialausschuss überwiesen hat. Die Sitzung des Kultur- u. Sozialausschusses ist bereits terminiert und wird am 01. Oktober 2013, noch vor der Sitzung der Gemeindevertretung, stattfinden.
Der Ausschussvorsitzende wird dann entsprechend berichten, so dass auch hier eine abschließende Entscheidung durch die Gemeindevertretung möglich sein dürfte.

Auf die Frage hin bzw. dem Vorschlag wie mit der Nutzung von Fahrzeugen, die selten genutzt werden bzw. nicht regelmäßig benutzt werden, wird wie folgt vorgegangen:
Der Bürgermeister erläutert daher zunächst einmal die Einschätzungen der Gemeindeverwaltung hinsichtlich der Beschaffung von Fahrzeugen im Rahmen von Leasingverträgen. Er verweist auf die besondere Situation, die besondere Nutzungsdauer und die nicht vorhandenen Vorteile, die das Leasingverfahren für privatwirtschaftliche Unternehmen hat, hin. Bezüglich des Hinweises, dass selten genutzte Fahrzeuge nicht gekauft, sondern gemietet werden, verweist er darauf, dass dies bereits stetige
Praxis ist. Insbesondere für Baumaschinen, die nicht im Bestand des Baubetriebshofes der Gemeinde Wehretal stehen, wird dies Verfahren bereits seit längerer Zeit erfolgreich angewandt.
In diesem Zusammenhang verweist Herr Neuser darauf, dass sowohl der Finanzausschuss als auch die Gemeindevertretung solche speziellen Fragen der Verwaltungsführung lediglich als Empfehlung an die Verwaltung weitergeben können, weil spezifische Entscheidungen durch die Mandatsträger, ohne die entsprechende Situations- und Sachkenntnis gar nicht möglich sind.

In einem weiteren Punkt wird die Nutzung der Räume der alten Gemeindeverwaltung angesprochen, deren weitere Behandlung angefragt bzw. eine Umnutzung der Räumlichkeiten gefordert wird. Der Bürgermeister verweist in diesem Zusammenhang auf die Entwicklungen betreffend des Bedarfs von Räumlichkeiten, besonders geht er darauf ein, dass der schlechte bauliche Zustand der alten Gemeindeverwaltung sicherlich ein wichtiger Aspekt für den Umzug der Gemeindeverwaltung in die „Alte Schule“ gewesen ist, aber nicht der einzige. So war es auf Dauer sicherlich nicht sinnvoll eine Gemeindeverwaltung im 2. Stockwerk eines solchen Gebäudes zu unterhalten. Dies ist schon allein aus Aspekten der Bürgerfreundlichkeit nicht sinnvoll, unabhängig davon, wurde das Gebäude der „Alten Schule“ der Gemeinde rückübertragen und war einer sinnvollen Nutzung zu zuführen. Zwischenzeitlich haben sich die äußeren Parameter weiterhin maßgeblich verändert. So ist zunächst abzuwarten, wie sich der Raumbedarf der FFw in Wehretal zukünftig darstellen wird. Dies wird maßgeblich durch das weitere Fortkommen in Bezug auf den Bau der Autobahn A44 sein. Für das weitere Vorgehen sollten nun zunächst fachliche Auskünfte über den tatsächlichen Zustand des Gebäudes,
wie er sich z.Zt. darstellt, eingeholt werden. Und damit im Zusammenhang stehend, sollte geprüft werden inwiefern eine Umnutzung dieser Räumlichkeiten, zu welchen Zwecken überhaupt möglich ist.
Eine Beschlussempfehlung wird auch hier durch den Vorsitzenden des Haupt- und Finanzausschusses nicht gegeben.
Der Gemeindevertretung steht es frei, den Gemeindevorstand mit einer entsprechenden Erstellung eines Nutzungskonzeptes zu beauftragen.

In einem weiteren Punkt hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit der Bücherei, Steinweg 61, angesprochen. Der Bürgermeister verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die Nutzung der gemeindlichen Bücherei in den letzten 1 1/2 Jahren eine komplette Neuorganisation erfahren hat.
Durch die Übernahme des Bündnisses für Familien wurde der reine Büchereizweck, nämlich das Ausleihen von Büchern, zurück genommen. Die ehrenamtlich geführte reine Ausleihbücherei existiert in diesem Sinne nicht mehr. Die ehrenamtliche Tätigkeit, die mit einer Aufwandsentschädigung verbunden war, ist ebenfalls nicht mehr existent. Das Bündnis für Familien hat allerdings die Bücherei und auch das Gebäude, Steinweg 61, nunmehr umgestaltet und für weitere Nutzung insbesondere kulturelle, gesellschaftliche Tätigungen ausgeweitet. Bilanzbuchhalterisch gesehen, muss erkannt werden, dass das Gebäude, Steinweg 61, mit und ohne den Bestand einer Gemeindebücherei, Auswirkungen
auf das Jahresergebnis hat.
Der Bürgermeister schlägt vor, dass die Mitglieder der FWG-Fraktion einmal die Gelegenheit ergreifen sollten, die neuorganisierte Gemeindebücherei, mit allen hinzugekommenen Aktivitäten zu besichtigen.
Die Vorsitzende der Gemeindevertretung verweist in diesem Zusammenhang ebenfalls darauf, dass mit der Übernahme der Gemeindebücherei und damit deren Räumlichkeiten, eine Keimzelle und ein Standort für das Bündnis Familien geschaffen wurden. Dieses Bündnis leistet mittlerweile umfangreiche kulturelle und gesellschaftspolitisch wichtige Aufgaben in der Gemeinde. Ein Entzug dieser Örtlichkeit würde zwangsläufig eine weitere massive Schädigung der Ausübung des Ehrenamtes in Wehretal bedeuten.
Herr Rauschenberg äußert sich darauf, für die FWG-Fraktion, dass diese Erkenntnisse von ihm zu der nächsten Fraktionssitzung weitergetragen werden und er auf der Grundlage dieser Informationen eine weitere Diskussion über der Wirtschaftlichkeit der Gemeindebücherei als nicht sinnvoll ansieht.

In einem weiteren Punkt war zu erörtern, inwieweit Möglichkeiten gefunden werden, die Pflege des Kunstrasenplatzes für die Gemeinde kostenneutral zu gestalten. Der Bürgermeister erläutert hierzu, dass Vorgehen bzw. den Sachstand hinsichtlich einer Pflege des Kunstrasenplatzes durch Mitarbeiter des Baubetriebshofes in Wehretal. Durch die Umstellung im Fuhrpark der Gemeinde Wehretal sieht sich der gemeindliche Baubetriebshof zwischenzeitlich gar nicht mehr in der Lage, den Kunstrasenplatz
in irgendeiner Form zu pflegen, da das entsprechende Arbeitsgerät nicht mehr existent ist. Inwiefern dieses Gerät nun durch eine vertragliche Einigung, durch den Sportverein Reichensachsen und damit die Fußballabteilung übernommen wird, ist derzeit Gegenstand von Verhandlungen. Sicherlich kann eine entsprechende Übergabe des Altgerätes an den Sportverein nur dann als sinnvoll erscheinen, wenn damit zukünftig umfangreiche Pflegearbeiten im Bereich des Sportplatzgeländes ausgeführt werden. Eine Pflege des Kunstrasens durch die Gemeinde steht somit nicht mehr zur Debatte.

d) Beratung der Kostenanalyse hinsichtlich der Betriebskosten gemeindlicher
Immobilien / Überweisung der Gemeindevertretung vom 26.08.2013
Die Gemeindevertretung hat das Thema Einsparungen bei gemeindlichen Immobilien in Ihrer letzten Sitzung an den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen. Der Gemeindevertretung wurden im Rahmen der letzten Sitzung umfangreiche Informationen zu den einzelnen Betriebskosten, die bei den Immobilien, die im Eigentum der Gemeinde Wehretat entstehen, überreicht.
Herr Eifler verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass diese Informationen durchaus eine aufschlussreiche Auskunft über bereits umgesetzte Einsparbemühungen ergibt, somit die Ergebnisse der letzten Geschäftsjahre beinhaltet. Die Umsetzung von Einsparmaßnahmen kann somit nur als Prozess gewertet werden, der sich über einen längeren Zeitraum hinwegzieht. Einzelne Beschlussempfehlungen für ein bestimmtes Handeln, erscheinen aus Sicht des Finanzausschusses, daher ebenfalls nicht sinnvoll. Sollten nach einer intensiven Beschäftigung der Mandatsträger mit dem vorgelegten Papier, Vorschläge für Einsparpotenziale bei bestimmten Betriebskostenbereichen gesehen werden, können diese jederzeit, entweder über die Gemeindevertretung oder direkt an die Gemeindeverwaltung weitergegeben werden. Eine pauschale Empfehlung erscheint aber nicht zielführend.

TAGESORDNUNGSPUNKT 2:
Anfragen und Anregungen

Herr Zindler fragt in diesem Zusammenhang an, inwiefern die Gemeinde Wehretal und damit der Bürgermeister bzw. der Gemeindevorstand an der Umbenennung der „Friedrich-Ebert-Schule“ zum jetzigen Namen „Kleeblattschule Wehretal“ beteiligt gewesen sei. Der Bürgermeister antwortet daraufhin, dass eine solche Beteiligung in keiner Weise stattgefunden hat. Nach Auskunft der Vorsitzenden der Gemeindevertretung sei dies sogar für den zuständigen Verwaltungsträger den Kreisausschuss des Werra-Meißner-Kreises teilweise zutreffend. Insofern sollte bei solchen Vorhaben zukünftig eine nähere Absprache dringend bedacht werden. Der Bürgermeister verweist darauf, dass er im Rahmen der Feierstunde zur Umbenennung ebenfalls seine Bedenken geäußert hat.

Der Vorsitzend schließt die Sitzung um 22.30 Uhr.

Über FWG - Bürger für Wehretal

Die Alternative zu den Parteien - Unabhängigkeit ist unsere Stärke
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